Montag, 29. November 2010

and there it is

 
Pünktlich zum ersten Advent ist er da, der Winter. Es schneit in dicken Flocken und ich habe das Glück, heute nicht aus dem Haus zu müssen und das Treiben mit einer Tasse Tee von meinem Sessel aus beobachten zu können. Ist das nicht wunderschön? Winterzauberwunderschnee. Ich fühle mich ganz adventlich und möchte am liebsten nur noch Plätzchen backen, Glühwein trinken und mir Weihnachtsmenüs überlegen. Passend dazu habe ich vor kurzem ein ganz wundervolles Heft geschenkt bekommen, ein Christmas Special des jamie magazine, in dem von Turkeys und Roasts, Stuffings und Cranberry Sauce, Gravy und Christmas Puddings in unendlichen Variationen die Rede ist, noch dazu mit so deliziösen Fotos, dass ich ganz hibbelig werde vor lauter Begeisterung. Doch darüber demnächst mehr, wenn ich das ein oder andere Rezept selbst ausprobiert habe...
Aus gewisser Zeitnot heraus musste ich die Adventszeit gestern etwas weniger extravagant beginnen, und was ist besser geeignet, um mit wenig Aufwand Weihnachtsstimmung zu erzeugen als ein Bratapfel mit Vanillesauce?


Bratäpfel mache ich immer so ziemlich nach Gefühl, und bei der Füllung kommt es sehr darauf an, was ich gerade an Zutaten im Haus habe. Wichtigste Bestandteile der Füllung sind: Marzipan, Nüsse, Marmelade, etwas Rum, etwas Zitronensaft, Gewürze. Alles andere bleibt der Phantasie überlassen...

Den Ofen auf 170°C vorheizen.
4 Äpfel (Boskop, Elstar oder Braeburn eignen sich gut, die Äpfel sollten auf alle Fälle etwas säuerlich sein) waschen und mit einem Apfelausstecher das Kernhaus entfernen, dann das Loch mit dem Ausstecher noch etwas vergrößern.
150 g Marzipan oder Nussipan (aus Haselnüssen statt Mandeln, passt wie ich finde besonders gut zum Apfel) mit
3 EL Preiselbeeren (oder Johannisbeermarmelade oder Aprikosenmarmelade),
1 EL Rum (oder Whiskey oder Weinbrand),
5 EL grob gehackten Walnüssen (oder Haselnüssen oder Mandeln),
2 EL Rosinen,
1 EL Zitronensaft und
1 Msp. Zimt verkneten. Die Äpfel mit der Masse befüllen und in eine Auflaufform setzen, auf jeden Apfel noch ein
Stückchen Butter legen. Je nach Größe der Äpfel 20-30 Minuten backen, bis die Haut der Äpfel anfängt, aufzuspringen.

In der Zwischenzeit die Vanillesauce zubereiten (ich mache immer ganz gerne diese leicht geschummelte Variante, die etwas schneller geht und weniger Eigelb enthält):
600 ml Milch aufkochen.
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver mit
2 EL Zucker und
1 Msp. Vanillemark verrühren, mit
einem Schluck kalter Milch anrühren. In die heiße Milch einrühren und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, 1-2 Minuten warten, ab und zu umrühren und dann (die Sauce sollte noch um die 80°C haben) mit dem Schneebesen
2 Eigelb einrühren. Wichtig ist, dass die Sauce jetzt nicht mehr über 80°C erhitzt wird, weil sonst das Eigelb gerinnt, also aufpassen beim eventuellen Wiederaufwärmen...
Ich wünsche eine schöne erste Adventswoche!!


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