Sonntag, 18. Dezember 2011

frei - wie ungewohnt

Unglaublich - jetzt ist meine Zeit am College auch schon zu Ende und ich halte ein Diplom in Händen auf das ich mächtig stolz bin. Und ich habe doch glatt drei ganze Tage frei, bis ich am kommenden Dienstag meinen ersten kulinarischen Vollzeit-Job antrete. Und zwar in der Patisserie eines grossen, geschichtsträchtigen Londoner Hotels. Ich als Commis Chef. Ich kann es noch gar nicht glauben.
Die drei freien Tage werden natürlich zur ausgiebigen Weihnachtsbäckerei genutzt (wozu auch sonst?). Und zwischen all den Stollen, Zimtsternen und Lebkuchen musste natürlich zum Abendessen etwas Herzhaftes her, was möglichst schnell und unkompliziert zu machen ist. Dass es gleich soooo gut werden würde, hatte ich gar nicht beabsichtigt. Ich präsentiere:

Hähnchen-Quitten-Schmortopf mit Bulgur

1-2 Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in
2 EL Olivenöl glasig dünsten.
1 Quitte entkernen, in kleine Würfel schneiden und mitbraten,
1 EL Zucker mit karamelisieren. Mit
100 ml Weißwein ablöschen und den Wein einige Minuten einreduzieren lassen (ca. 2/3).
4-6 Hähnchenschenkel in einer Pfanne in
1 EL Olivenöl rundum anbraten.
1 Karotte in Scheiben und
1/4 Knollensellerie in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben.
5 Wacholderbeeren
1 Nelke
1 Zweig Thymian
1 Knoblauchzehe in Scheiben
1 Prise Piment
1 Prise Zimt dazugeben, dann die Hähnchenschenkel hineinlegen. Mit
Salz und schwarzem Pfeffer würzen, und mit Wasser auffüllen bis die Hähnchen fast ganz bedeckt sind. Mit angelegtem Deckel etwa 1 1/2 Stunden auf niedriger Stufe simmern lassen.
Die Hähnchen herausheben, die Haut abziehen und beiseite legen. Das Fleisch von den Knochen abfieseln und zurück in die Sauce geben. Dabei auch die Wacholderbeeren und Nelke wieder herausfischen.
1 kl. Tasse Bulgur hineinrühren und noch einmal 10-15 Minuten simmern lassen. Währenddessen den Ofen auf Grillfunktion schalten und die Hähnchenhäute knusprig grillen.
Den Schmortopf mit der knusprigen Haut und, wenn gewünscht mit etwas Ofenwurzelgemüse, anrichten.

Kommentare:

  1. Hi Eva,

    ich verfolge deinen Blog schon eine ganze Weile und du schreibst ja immer wieder von dem College in London. Mich würde es sehr interessieren welches College du da genau besuchst, da es einfach zu verlockend klingt, was ihr da alles fabriziert und ich mir ständig denke: genau sowas möcht ich auch machen :-)

    Viele liebe Grüße
    Theresa

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  2. Hallo liebe Theresa,
    es ist das Westminster Kingsway College, das weltweit einen guten Ruf hat, und das ich wirklich sehr sehr empfehlen kann.
    Hier findest du eine Übersicht über die
    Culinary Arts Kurse die dort zur Zeit angeboten werden: http://www.westking.ac.uk/adult-learners/hospitality-culinary-arts/?Section=A13&SectionType=Main&Filter=FSAvble_Adult&Page=0
    Liebe Grüße!

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  3. Manchmal ist das hier wie verhext, ich bin mir ganz sicher einen Kommentar hinterlassen zu haben, aber irgendwie ist er nicht da. Naja, dann gratuliere ich jetzt (nochmal) zum Diplom! Und natürlich schöne Weihnachtsfeiertage.

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  4. Vielen lieben Dank! Und ebenfalls ganz schöne, geruhsame, und natürlich feinschmeckerliche Weihnachten!!

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